Alex in Israel

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12.01.2009

12.01.2009

So, nun bin ich schon fast zwei Tage hier und habe so viele Eindrücke und so viel zu berichten, dass ich ganze Romane verfassen könnte. Fangen wir mal systematisch an. Nach meinem problemlosen Flug nach Tel Aviv wurde ich mit Befragungen überrascht- Die Leute wollten wissen, warum ich einen Freiwilligendienst machen will, wie lang ich bleibe, wer mich eingeladen hat etc. damit war ich doch relativ überfordert, wurde aber zum Glück durchgelassen. Andere wurden tatsächlich ca. 2 Stunden befragt, bevor sie rein durften. Danach wurde ich von Jean-Paul dem "Gärtner" abgeholt. Er gehört nicht zu den eigentlichen Voluntären, sondern ist schon was älter und arbeitet praktisch für sich im Garten. Im Haus wurde ich erstmal gut mit Kuchen versorgt, von Sr. Katharina wurde mir das Wesentliche erklärt und auch direkt von der Leitung der Kinderstation herumgeführt. Alle haben mich super nett begrüßt. Das Zimmer ist etwas...naja gewöhnungsbedürftig, schmutzig, kalt, ein Doppelzimmer in welches wohl nächste Woche noch eine zweite Person ziehen wird. Nach der kurzen Herumführung bin ich dann etwas durch das Dorf gelaufen- Es ist wirklich der Hammer, wir wohnen auf einem Berg, direkt neben dem Brunnen, an dem Maria getrunken hat während sie auf dem Weg war um die ebenfalls schwangere Elisabeth zu treffen. Die Kirche des Treffpunktes ist auch direkt um die Ecke. Außerdem ist hier tolle Landschaft, Palmen, Orangenbäume etc. Nach meinem kleinen Spaziergang, ich hab mich nicht so weit weg getraut, weil ich Angst hatte das Haus nicht wieder zu finden, hab ich meine Sachen ausgepackt und bin abschließend in den Trakt gegangen in dem auch die Kinder wohnen, weil ich nix anderen zu tun wusste. Ich arbeite in einem Zimmer, dass in zwei kleine Räume unterteilt ist. Insgesamt wohnen dort Kinder, ich habe 3 zu betreuen. Keins der Kinder kann sprechen, zwei können laufen und eins krabbelt und kricht überall herum. Ich muss schon zugeben, dass die Kinder sehr stark behindert sind und die pflegerischen arbeiten mit ihnen im Vordergrund stehen, wie füttern, wickeln, waschen etc. aber Hanna, welche sich noch 3 Tage um die Kinder kümmert und dann geht, arbeitet mich sehr genau und gut ein. Ich arbeite zweimal am Tag, von 6:30 bis 9 uhr und dann nochmal von 15 bis 19 Uhr. Heute musste ich nur die zweite Schicht machen, sprich Kindern erst Tee geben, dann sind wir was raus gegangen, dann gibt es Abendessen, die Kinder werden gewickelt, fertig fürs Bett gemacht etc. Man kann die ganzen Aufgaben so gestalten, wie man es möchte. So kann man auch pädagogisch versuchen zu arbeiten, Hanna hat das wirklich voll drauf, ich bin mal gespannt, wie ich das hinbekomme, wenn sie weg ist. Aber im Nebenraum arbeitet ebenfalls eine ganz ganz nette Person die mir sicher gut helfen wird.

Heute morgen war ich mit einem anderen Vollender in Jerusalem. Ich bin vor Eindrücken fast erschlagen worden....so viele Sehenswürdigkeiten, Menschen, Kulturen Religionen....wow! Ich war an der Klagemauer, in der Sterbekirche(echt an dem Ort, an dem Jesus gekreuzigt wurde) habe die Stelle gesehen an der der Fels gespalten ist beim Tod Jesu....ob man es glauben will oder nicht, für mich hatten diese Plätze wirklich etwas ganz Besonderes. Außerdem hab ich den jüdischen Markt gesehen und das arabische Viertel. Die Busfahrt zurück war auch sehr spannend, zuerst wär ich fast von der Tür zerquetscht, dann aus dem Bus geworfen worden, aber wie mir alle Volontäre hier sagen muss man hier einfach lernen, dass alles anders ist und bisher finde ich alle Unannehmlichkeiten echt nur spannend und noch nicht störend ;-)

Das waren meine ersten Eindrücke, leider noch etwas ungeordnet und salopp formuliert :-)

Ich hoffe in Deutschland ist Alles ok, hier ist es trotz momentaner 15 Grad echt kalt...aber sonnig. Morgen muss ich schon ganz früh, um 6:30 anfangen, ich bin sehr gespannt und freu mich.

Alex

14.1.09 19:44

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